Ist CBD legal?

Cannabidiol, oder CBD, ist ein wichtiger Bestandteil der Cannabispflanze. Im Gegensatz zu THC verursacht es keine psychoaktive Wirkung, weshalb es bei vielen Menschen für die tägliche Verwendung sehr beliebt geworden ist. CBD wird häufig in verschiedene Behandlungsmethoden für eine Reihe von Erkrankungen integriert und gilt als natürliche Unterstützung des allgemeinen Wohlbefindens. Seine Vielseitigkeit macht es für viele Menschen zu einem unverzichtbaren Bestandteil ihrer täglichen Routine. Die Legalität von Cannabidiol bleibt jedoch ein häufiges Problem. Gibt es rechtliche Risiken beim Kauf oder der Verwendung von CBD-Produkten?
Diese Frage stellen sich viele Verbraucher, wenn sie sich entschließen, CBD zu testen. Die rechtliche Situation rund um CBD ist komplex und unterliegt häufigen Änderungen. In diesem Artikel gehen wir auf den aktuellen Status von CBD ein, insbesondere in Bezug auf die Gesetze für den Straßenverkehr und seine Auswirkungen auf den Führerschein.
Hintergründe
In den letzten zwei Jahren haben CBD-Produkte in Deutschland und ganz Europa einen deutlichen Popularitätsschub erfahren. Insbesondere die Nachfrage nach CBD-Supplements ist groß. Das Angebot an CBD-Produkten ist riesig und reicht von Ölen und Isolaten bis hin zu Kaffee, Kosmetik und sogar nikotinfreien E-Liquids. Aber sind alle diese Produkte rechtlich zulässig?
Cannabis ist in Deutschland seit 1929 verboten, und weltweit wurde Cannabis durch das UN-Einheitsabkommen von 1961 stark reguliert. Auch die landwirtschaftliche Nutzung der Pflanze war verboten, bis eine Reform von 1997 den Anbau von Cannabissorten mit niedrigem THC-Gehalt unter strengen Auflagen für industrielle Zwecke erlaubte.
Die meisten CBD-Produkte in Europa stammen aus Industriehanf, der unter zertifizierten, regulierten Bedingungen angebaut wird. Die Europäische Union erkennt etwa 75 Hanfsorten an, die bei der Ernte weniger als 0,2 % THC enthalten. Während landwirtschaftliche Betriebe diese Sorten ohne spezielle Lizenz anbauen dürfen, müssen Privatpersonen, Händler und Forschungseinrichtungen eine Genehmigung beantragen.
In Deutschland unterliegt Cannabis dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG), das sowohl THC-reiches Cannabis als auch Industriehanf regelt. Der Besitz und Handel mit diesen Produkten ist strafbar. Auch wenn CBD-Blüten nur Spuren von THC enthalten und nicht berauschend sind, sind ihr Handel und Besitz verboten. Die Reform von 1997 zielte darauf ab, Hanf für industrielle und potenzielle Energiezwecke zu nutzen, nicht für die Gewinnung von Produkten mit niedrigem THC-Gehalt für den Eigenbedarf.
Wer also Industriehanf erntet oder von einem Hanfbauern oder einem Hanfladen erwirbt, begeht technisch gesehen eine illegale Handlung. Der Handel mit Industriehanf ist nur für gewerbliche Zwecke, wie die Herstellung von Papier, Seilen oder Textilien, erlaubt. Der Verkauf an Verbraucher ist erst dann erlaubt, wenn der Hanf zu einem nicht-berauschenden Produkt verarbeitet worden ist.
Verschiedene Länder wie Österreich, die Schweiz und Italien haben unterschiedliche Gesetze, in denen der Verkauf von CBD-Blüten legal ist.
CBD als Nicht-Droge
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat bestätigt, dass die Verwendung von CBD unbedenklich ist. Ihr Expertenausschuss kam zu dem Schluss, dass CBD kein Missbrauchspotenzial aufweist und keine gesundheitlichen Schäden verursacht. Der rechtliche Status von CBD wird jedoch von den einzelnen nationalen Regierungen festgelegt.
Darüber hinaus hat die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) CBD von ihrer Liste der verbotenen Substanzen gestrichen, da sie das Potenzial von CBD für die Regeneration nach dem Sport erkannt hat. Dies bedeutet, dass CBD nicht als Medikament eingestuft wird und im Sport frei verwendet werden kann.
Ist CBD legal?
Im Allgemeinen können CBD-Produkte legal erworben werden. Die Hersteller müssen jedoch sicherstellen, dass der THC-Gehalt innerhalb der gesetzlichen Grenzen bleibt und dass ihre Produkte korrekt gekennzeichnet sind. Für diese Produkte dürfen keine gesundheitsbezogenen Angaben gemacht werden. Es ist wichtig, die länderspezifischen Vorschriften zu kennen.
CBD-reiche Extrakte aus Industriehanf können legal verkauft werden, und etwa 75 Hanfsorten mit niedrigem THC-Gehalt (unter 0,2-0,3 %) können angebaut werden. Die Produkte müssen klar als solche gekennzeichnet sein:
-Medikamente
-Lebensmittel
-Nahrungsergänzungsmittel
CBD-haltige Arzneimittel sind verschreibungspflichtig. Die Verwendung von Medikamenten auf Cannabisbasis ist in den einzelnen EU-Mitgliedstaaten sehr unterschiedlich, da jeder Staat seine eigenen Vorschriften hat. Das Europäische Parlament hat das Potenzial von Hanf und seinen Cannabinoiden bei der Behandlung verschiedener Krankheiten wie psychischen Störungen, Epilepsie, Krebs und chronischen Schmerzen erkannt. Es fordert, dass Behandlungen auf Cannabisbasis von Ärzten verschrieben werden können und dass diese Behandlungen von der Versicherung übernommen werden.
Ein weiterer Begriff, der häufig mit CBD in Verbindung gebracht wird, ist „Novel Food“. Dieser Begriff bezieht sich auf Lebensmittel, die vor dem 15. Mai 1997 in der EU noch nicht in großem Umfang konsumiert wurden. CBD fällt in diese Kategorie, was bedeutet, dass es von der EU-Kommission zugelassen werden muss, bevor es als Lebensmittel verkauft werden darf. Diese Entscheidung vom Dezember 2018 verbietet die Vermarktung von CBD als Lebensmittel. Das Sicherheits- und Zulassungsverfahren wird von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) überwacht, die auch Grenzwerte für den THC- und CBD-Gehalt in Lebensmitteln festlegt.
Traditionelle Hanfprodukte und das Betäubungsmittelgesetz
Einmal verarbeitet, fallen Hanfpflanzenbestandteile wie CBD-Öle und Nahrungsergänzungsmittel nicht unter das Betäubungsmittelgesetz. Diese Produkte fallen unter die lebensmittelrechtlichen Vorschriften, und solange sie kein THC enthalten, unterliegen sie nicht dem Strafrecht.
Hanfblätter und -samen sind seit jeher von den Beschränkungen des UN-Einheitsübereinkommens ausgenommen, so dass Produkte aus Hanfsamen oder -blättern, wie z. B. Hanftee, schon seit Jahren legal sind. Hanfextrakte in Kosmetika sind ebenfalls erlaubt, solange sie aus Hanfblättern und nicht aus Blüten gewonnen werden.
Zu den traditionellen Lebensmitteln auf Hanfbasis gehören:
-Hanfblätter (für Tee)
-Hanfsamen
-Hanföl
-Hanfmehl
-Hanfprotein
-Hanf-Getränke
Hanf ist für seinen Nährwert bekannt, und Produkte wie CBD-Öle und -Kapseln bieten eine natürliche, nährstoffreiche Ergänzung zu einer ausgewogenen Ernährung.
Bestehen Risiken für die Verbraucher?
Da CBD kein Rauschmittel ist, fällt es nicht unter die Betäubungsmittelgesetze. Verbraucher können CBD-Öle, Kapseln und ähnliche Produkte legal erwerben und verwenden, sollten aber die spezifischen nationalen Gesetze und Vorschriften beachten.
Beim Kauf von CBD-Produkten ist es wichtig, hochwertige, reine Produkte aus seriösen Quellen zu wählen. APOLLOCBD zum Beispiel verwendet fortschrittliche Produktionsmethoden und stellt sicher, dass der Hanf aus EU-zertifizierten Bio-Betrieben stammt.
CBD und Autofahren
Da CBD die kognitiven Funktionen nicht beeinträchtigt, wirkt es sich auch nicht auf die Fahrtüchtigkeit aus. Einige Drogenschnelltests können jedoch falsch positive Ergebnisse liefern, da CBD und THC eine ähnliche chemische Struktur haben. Ein ausführlicherer Test wird Klarheit schaffen. Die Verwendung von CBD sollte keine Auswirkungen auf Ihre Fahrtüchtigkeit oder Ihren Führerschein haben.
Globale Sichtweise
Außerhalb der EU ist das rechtliche Umfeld für CBD weit weniger kompliziert. In einigen US-Bundesstaaten ist der Gebrauch von Marihuana, einschließlich des Konsums von THC, erlaubt. In ähnlicher Weise regelt Uruguay seine eigene Marihuanaproduktion. Innerhalb der EU sind die Gesetze in Ländern wie den Niederlanden lockerer und erlauben den Anbau und Konsum von Cannabis in lizenzierten Einrichtungen.
Für Reisende ist es wichtig, sich über die lokalen Gesetze in Bezug auf CBD zu informieren, insbesondere wenn sie Produkte über die Grenze bringen.
Schlussfolgerung
CBD ist von der WHO als sicher anerkannt und wird nicht als Droge eingestuft. Obwohl der rechtliche Status von CBD komplex ist und von Land zu Land variiert, ist es im Allgemeinen eine legale und sichere Option zur Verbesserung des Wohlbefindens oder zur Behandlung bestimmter Beschwerden. Die weitere politische und rechtliche Entwicklung wird hoffentlich zu einem klareren und einheitlicheren Umgang mit dieser vielseitigen Pflanze führen.